Ziele des Bürgerentscheids

„Das Leben ist wie Fahrrad fahren – um die Balance zu halten, musst du in Bewegung bleiben.“ – Albert Einstein

Wir wollen etwas bewegen – am besten auf dem Fahrrad!

RADFAHREN

Demo_Rundfahrt

Momentan gibt es noch erhebliche Defizite in Lüneburg:

Wir wollen aber, dass Radwege in Zukunft nicht nur von wenigen Mutigen, sondern von allen, auch von Kindern, Schüler:innen und älteren Lüneburger:innen, angstfrei und gerne genutzt werden.
Deshalb fordern wir einen massiven Ausbau der Radwege und eine Verbesserung vorhandener Infrastruktur:

Singletrail

Dafür brauchen wir dich, dein Engagement und deine Unterschrift!

Mach mit! Stimme für sicheres und gleichberechtigtes Radfahren in Lüneburg!

Häufig gestellte Fragen

Wir wollen, dass Radfahren für mehr Menschen in Lüneburg attraktiver wird durch mehr Sicherheit und stressfreies Fahren. Mit keinem anderen Verkehrsmittel gelangt man so schnell und gleichzeitig kostengünstig in die Lüneburger Innenstadt. Es macht außerdem Spaß und man tut nebenbei noch etwas für seine Gesundheit – und die der anderen. Fahrräder produzieren 0 Gramm C02, Feinstaub oder Stickoxide und sind sehr leise. Wenn in Lüneburg also mehr Menschen auf das Fahrrad umsteigen, erhöht sich die Lebensqualität für alle und wir tun aktiv etwas gegen den Klimawandel. Und ganz wichtig: Eine fahrradfreundliche Verkehrsplanung wirkt der Gefahr von Verkehrsunfällen entgegen.

Studien belegen, dass viele Menschen nicht mit dem Rad fahren bzw. ihre Kinder nicht mit dem Rad im Stadtverkehr fahren lassen, weil der Autoverkehr oft Vorrang hat und besonders von schwächeren Verkehrsteilnehmenden als beängstigend wahrgenommen wird. Es passieren auf Lüneburgs Straßen immer noch zu viele und häufig schwere Fahrradunfälle. Ein Helm allein reicht da nicht. Darum: Lasst uns ein sicheres Radfahr-Umfeld schaffen. Nicht nur Städte wie Kopenhagen oder Barcelona zeigen, dass der Ausbau der Fahrradinfrastruktur die Unfallzahlen deutlich reduziert. Das Ziel muss sein, dass sich alle Radfahrenden, ob jung oder alt, auf Lüneburgs Radwegen sicher fühlen.

Das Fahrrad ist in Lüneburg auf Grund der relativ kurzen Wege bereits ein beliebtes Verkehrsmittel. Die meisten existierenden Fahrradwege entstammen allerdings einer veralteten Stadtplanung und entsprechen damit nicht den heutigen Sicherheitsstandards. Von einem Wandel hin zu einer Fahrradstadt Lüneburg sind wir meilenweit entfernt.

Ein Bekenntnis der Stadt Lüneburg zu mehr Fahrradfreundlichkeit findet sich im „Radverkehrskonzept Lüneburg 2015“, in der „Radverkehrsstrategie 2025“ sowie in dem Dokument „Leitbilder Radverkehrspolitik 2030+“ – aber leider nur auf dem Papier. Von den 23 beschriebenen Maßnahmen der „Radverkehrsstrategie 2025“, sind bisher nur drei umgesetzt. Die „Leitbilder Radverkehrspolitik 2030+“ sind sehr unverbindlich formuliert.

Die Ziele des Radentscheids dagegen enthalten konkrete und terminierte Forderungen: Nur mit dem nötigen Druck auf die Stadtverwaltung wird der Radverkehr den entscheidenden Rückenwind erhalten.

Ja, denn wenn wir 5923 Unterschriften zusammen haben, dann wird etwas passieren! Ein Bürgerbegehren ist Teil der direkten Demokratie. Bürger:innen unterzeichnen einen gemeinsamen Antrag, in unserem Fall ist das die Unterschriftenliste. Gefordert wird, dass es zu einem Bürgerentscheid kommen soll, in dem alle Lüneburger:innen über die Ziele des Radentscheids abstimmen. Die Unterschriftenliste und die Ziele des Radentscheids werden dem Lüneburger Stadtrat vorgelegt. Der kann das Bürgerbegehren auch direkt annehmen und in einem Stadtratsbeschluss bestätigen. Wenn er das nicht tut, kommt es zu einem Bürgerentscheid ähnlich einer Wahl: An einem bestimmten Tag können dann alle wahlberechtigten Lüneburger:innen über die Ziele des Radentscheids abstimmen. Eine Mehrheit kommt einem Stadtratsbeschluss gleich. Die Ziele müssen dann also auch umgesetzt werden!

Wir haben nichts gegen Autofahrer:innen, sondern sind auch selbst teilweise mit dem Auto unterwegs. Eine gut ausgebaute Radinfrastruktur entschärft die Konflikte zwischen Autofahrer:innen, Fußgänger:innen und Radfahrer:innen. Durch gut ausgebaute und sichere Radwege fahren mehr Menschen öfter mal mit dem Rad oder steigen komplett um. Das entspannt die gesamte Verkehrslage, d.h. es gibt weniger Staus und mehr Platz, Sicherheit und Freude für alle.

Es geht hier nicht um Bevorzugung, sondern um Gleichberechtigung. Zur Zeit wird nicht das Rad, sondern das Auto massiv bevorzugt. Wir fordern, dass das Fahrrad einen angemessenen Platz im Stadtverkehr erhält, also sichere und schnelle Wege, auf denen alle Fahrrad fahren können. Und was spricht gegen eine Stadt, deren Bürger:innen sich mit dem Fahrrad fortbewegen und die Stadt damit klimafreundlicher machen?

Ausgaben für Verkehrsplanung sind jährlich im Gesamthaushalt der Stadt Lüneburg eingeplant. Der Radetat liegt hierbei jahrelang deutlich hinter den Ausgaben für den Autoverkehr. Wir fordern deshalb eine Erhöhung des Radetats. Abgesehen davon kostet der Ausbau der Radverkehrsinfrastruktur weitaus weniger als der Straßenbau für KFZ, da die Flächen sehr viel kleiner sind (Verkehrsfläche viermal kleiner, Stellplätze bis zu achtmal kleiner). Langfristig wird also viel Geld gespart! Zusätzlich fördern Bund und Land die Kommunen mit hohen Summen, um den Radverkehr auszubauen.

Nein, ganz im Gegenteil: Eine verkehrsberuhigte Innenstadt wirkt sich sogar positiv auf den Einzelhandel aus. Weniger Autoverkehr macht die Innenstadt attraktiver: Radfahrende und Fußgänger:innen kaufen verstärkt in lokalen Geschäften ein. Es gibt Studien, die bestätigen, dass Radfahrer:innen zwar kleinere Mengen einkaufen, dafür aber häufiger und in regelmäßigen Abständen. Unter dem Strich kaufen sie sogar mehr ein.

”Ich unterstütze den Radentscheid, weil ich möchte, dass meine Tochter sicher zur Schule und zurück kommt, ohne dass ich täglich Angst vor den immer größer werdenden Autos haben muss. Das Fahrrad ist für mich weit mehr als ein Fortbewegungsmittel. Es ist eine Leidenschaft, die unter die Haut geht. Seit nun zwei Jahren trage ich ein Fahrrad am Handgelenk als Tattoo!”
Timo Burmester
Postbote, Lüneburg
”Effektiver geht es nicht : Fitness, frische Luft, Entspannung und ans Ziel kommen - alles gleichzeitig. Dabei nebenbei auch noch klimafreundlich und preisgünstig. Was könnte sinnvoller sein? Ich glaube, viele wissen gar nicht, was ihnen fehlt und wie einfach der Alltag mit Rad sein kann. Dennoch ist es dringend notwendig, die Situation der Radfahrer:innen zu verbessern. Diese Art der Mobilität ist zukunftsweisend und bedarf einer sicheren Infrastruktur, so dass das Radfahren zur Selbstverständlichkeit werden kann.”
Lena Starke
freiberufliche Hebamme, Lüneburg