Petition des Verkehrswendebündnisses jetzt online unterschreiben!
www.openpetition.de/a39-stoppen
Und kommt am Sonntag, 26. April 2026 zahlreich zur Fahrrad-Demo gegen die A39!
Der Neubau der A39 von Lüneburg nach Wolfsburg ist unwirtschaftlich, zerstört geschützte Naturräume und durchkreuzt die Klimaschutz-Ziele. Der Stadt Lüneburg drohen durch den Ausbau der Ostumgehung zur Autobahn mindestens fünf Jahre Großbaustelle und die Verstümmelung des Lüner Holzes, des Neuen Forsts und des Landwehr-Trails südwestlich der Stadt. Und statt Verkehrswege zu entlasten, wird die A39 vor allem neuen Straßenverkehr schaffen: nach den Prognosen im Bundesverkehrswegeplan 130 Mio. zusätzlich gefahrene km pro Jahr, wissenschaftliche Studien erwarten sogar mehr. Zusätzlich wird überregionaler Verkehr durch Lüneburg gelenkt. Das bedeutet steigende Lärm-, Abgas- und Feinstaubbelastung für tausende Anwohnende. Mit vier zusätzlichen Spuren, einer Verbreiterung auf rund 33 Meter sowie großflächig ausgebauten Auf- und Abfahrten würde weitere Fläche versiegelt, was Überschwemmungsrisiken erhöht und das Kleinklima verschlechtert. Die A39 ist ein Musterbeispiel dafür, wie Politik an Klimarealitäten und regionalen Bedürfnissen vorbeiplant.
Wer denkt, dass mit der A39 Wege in der Region kürzer und schneller würden, irrt: Wirklich schneller und kürzer würden Wege nur für den Durchgangsverkehr, nicht innerhalb der Region zwischen Lüneburg und Helmstedt, da die A 39 dort abseits der Ballungszentren verlaufen und nur alle ca. 10 km eine Anschlussstelle haben wird. Von Lüneburg nach Uelzen beispielsweise wird die alte Strecke über die B4 deutlich kürzer und schneller sein als über die geplante A39. Auch für Pendler zwischen Lüneburg und Bad Bevensen bringt die A39 keinen Vorteil, solange sie nicht direkt an einer Autobahnauffahrt wohnen. Eine Entlastung der B4-Ortsdurchfahrten wäre durch Ortsumgehungen viel gezielter, wirtschaftlicher und schneller realisierbar. Für die 105 Kilometer Autobahn wurde schon 2023 mit Kosten von 1,69 Mrd. Euro gerechnet, dabei dürfte es nicht bleiben.
Gegen den Neubau der A39 gibt es erheblichen Widerstand. Entlang der geplanten Strecke haben sich seit 2003 mehr als 30 Bürgerinitiativen gebildet.
Das Verkehrswende-Bündnis Lüneburg sammelt daher mit der Online-Petition „Keine Stadtautobahn durch Lüneburg: A39 stoppen! deutschlandweit Unterschriften gegen den Autobahnbau.
Am Sonntag, 19. April 2026, ist nachmittags von 13 bis 15 Uhr wieder Mahnwache „Keine A39!“ im Lüner Holz. Hier kann man sich bei Kaffee und Kuchen über den aktuellen Stand informieren.
Und am folgenden Sonntag, 26. April 2026, ruft das Verkehrswendebündnis wieder auf zur Fahrrad-Demo gegen die A39:
Treffpunkt ist um 13 Uhr am Marktplatz Lüneburg. Die Tour startet und endet hier. Abfahrt ist pünktlich um 13:30 Uhr. Gefahren werden etwa 15 Kilometer vor allem über die Ostumgehung.
Was: Fahrrad-Demo gegen die A39
Wann: Sonntag, 26. April 2026, um 13:00 Uhr
Wo: Marktplatz Lüneburg (Start und Ziel)
Wir freuen uns auf die Protesttour! Gerne Weitersagen.
Die geplante Trasse der A 39, Quelle: Autobahn GmbH,
https://www.autobahn.de/planen-bauen/projekt/a-39-lueneburg#overview

